Krankhaftes Übergewicht bringt viele Probleme
Ausgehend von den USA ist Übergewicht und Fettleibigkeit inzwischen weltweit zu einem großen Problem geworden. Es ist ja nicht nur so, dass es Folgekrankheiten wie Diabetes nach sich zieht, das für die betroffenen Menschen schlimm werden kann. Es wird auch zu einem Kostenfaktor. Fettleibigkeit wird in zehn Jahren ein Fünftel aller Gesundheitskosten weltweit ausmachen, schätzen Fachleute. Das kommt auch auf die Versicherungen zu. Schon jetzt werden die Kosten in Deutschland auf acht bis 20 Milliarden Euro jährlich geschätzt, für Behandlung und Arbeitsausfall. In Deutschland gelten 37 Millionen Menschen als übergewichtig. Man sieht auch leider viele Kinder, die bereits zu dick für ihr Alter sind, sechs Prozent gelten als fettleibig, 15 Prozent als übergewichtig. Im chinesischen Shanghai ist diese Rate sogar viermal so hoch. Dramatisch ist es in den USA. Dort werden 300 000 Todesfälle jährlich auf Fettleibigkeit zurückgeführt.
Um nicht nur als Versicherung mit höherer Prämie zu reagieren, gibt es z.B. den Munich-Re- eigenen Gesundheitsdienstleister Almeda mit Telecoaching. Das sind Präventions- und Gesundheitsprogramme mit telefonischer Betreuung durch Experten, meist Krankenschwestern.
Die bietet Almeda auch hierzulande über gesetzliche Krankenversicherungen an. Gut 25 000 Versicherte nehmen schon an solchen Programmen teil. Nach einem Jahr seien die Erfolge messbar, wird betont. 57 Prozent ernähren sich mittlerweile gesünder, 76 Prozent bewegen sich mehr und 48 Prozent haben ihr Gewicht reduziert. Nur ein niedriger einstelliger Prozentsatz schaffe es allein. Die Idee mit der Stimme am Telefon hilft bei den meisten am besten mit. Oder auch per SMS-Nachrichten auf dem Handy, z.B. „Heute schon bewegt, Obst und Gemüse gegessen?“ erscheint auf dem Handy und erzeugt prompt das schlechte Gewissen. Die Körperwaagen der Teilnehmer sind online mit Almeda verbunden. Nur fünf Prozent haben bis jetzt aufgegeben.
Ein hervorragendes Beispiel wird von Finnland berichtet im Kampf gegen Herzinfarkt. An einem Aufklärungsprogramm hätten sich nicht nur Versicherer, sondern auch Supermärkte, Kindergärten und Ärzte beteiligt, mit großem Erfolg. In Deutschland wäre ein vergleichbares Programm wünschenswert, doch leider sei die Gesundheitspolitik noch nicht so weit. Obwohl bekannt ist, dass 60 Prozent aller Krankheiten mit dem Lebensstil zusammenhängen, zahle man vorerst weiter für die Krankheit statt für deren Vermeidung, so die Experten.
Übergewicht kann zusätzlich auch die Gelenkgesundheit beeinträchtigen, die sich in einer Arthrose äußern kann. Aus eigener Erfhrung können wir bei Gelenkproblemen Glucosamin mit den natürlichen Gelenknährstoffen Chondroitin und MSN empfehlen.
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