Reiche Deutschen – wie nie zuvor
Jüngst wurde der neue Global Wealth Report des Versicherungskonzerns Allianz vorgestellt. Für den Bericht haben die Volkswirte der Allianz öffentlich zugängliche Daten von Notenbanken und Statistikämtern in 50 Ländern der Welt zusammengestellt.
Dabei kam heraus, dass die privaten Geldvermögen in Deutschland wieder über das Vorkriegsniveau angestiegen sind. Während die Menschen in Euro-Krisenländern mit Einbussen herumschlagen müssen, hat jeder Deutsche – statistisch gesehen - vom Baby bis zum Greis – ein Vermögen von 60 123 Euro. Das gilt laut Angaben für 2010 und für die erste Hälfte 2011. Der Börsencrash habe die Zuwächse in den ersten sechs Monaten diese Jahres zunichte gemacht, heißt es.
Deutschland steht aber bei den untersuchten Ländern nur auf Platz 17, Platz eins – natürlich – die Schweiz, dann USA, Japan und Dänemark. Das weltweite Geldvermögen kletterte um 6,2 Prozent auf einen Rekordwert von 95,3 Billionen Euro! Der globale Durchschnittswert lag bei 20 150 Euro pro Kopf.
Im einzelnen wurde für die einzelnen Länder herausgefunden, dass die Sparer der USA zu den Verlierern der Krise gehören. Vorher waren 58 Prozent des dortigen Geldvermögens in Wertpapieren etc. angelegt und damit den Turbulenzen der Kapitalmärkte unterworfen. Obwohl sich die Märkte kräftig erholt haben, lag das Pro-Kopf-Vermögen Ende 2010 noch 8,4 Prozent unter dem Niveau vor der Krise.
Auch in Westeuropa hat die Krise zum Teil schwere Spuren hitnerlassen. In Griechenland beispielsweise sank das durchschnittliche Geldvermögen seit 2007 bis Ende 2010 um rund 16 Prozent. Dazu ein Kommentar des Konzern Allianz, dass viele Sparer dort ihre Konten leer geräumt haben und das Geld zu Hause liegen haben oder in Gold investieren.
In Portugal allerdings lagen die Pro-Kopf-Vermögen zuletzt gut ein Prozent über der Quote von 2007.

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