Nun Gebühren für Geldautomaten gesenkt!
Wie kürzlich berichtet, sind die Gebühren für Geldabhebungen bei netzfremden Kreditinstituten bis auf zehn Euro gestiegen. Nun haben sich die Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken auf Eckpunkte von vorerst fünf Euro geeinigt. Nur bei der Rostocker Sparkasse werden noch 7,50 Euro und bei der Sparkasse Köln/Bonn sechs Euro verlangt, so die Stiftung Warentest.
Nach einem Gespräch mit dem Bundesverband deutscher Banken hält die Bundesverbraucher-ministerin Ilse Aigner (CSU) dies für eine gute Zwischenlösung, plädiert aber für einen noch niedrigeren Betrag. Das sehen die Privatbanken auch so. Dort verweist man auf die tatsächlichen Kosten, die im Schnitt nur bei 60 Cent pro Geschäftsvorgang lägen. Bis April will sich die Kreditwirtschaft geeinigt haben. Die freiwillige Senkung der Gebühren soll erstmal für eineinhalb Jahre gelten.
Beim Abheben soll man künftig die Gebühr auf dem Bildschirm sehen, sodass man evtl. den Vorgang abbrechen und sich einen billigeren Automaten suchen kann. Die meisten Bankkunden werden sowieso nicht davon betroffen, 95 Prozent heben nur bei der eigenen Bank, also kostenlos ab. Eine vertragliche Besiegelung in 2010 und eine flächendeckende Umstellung bis zum Jahresende sei vorgesehen, so Ministerin Aigner. Es ist wohl trotzdem künftig nicht ausgeschlossen, dass Kunden im Einzelfall mehr als fünf Euro bezahlen, denn es geht um eine freiwillige Selbstverpflichtung.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen verlangt einen gesetzlichen Höchstbetrag. „Der Markt ist offenbar nicht in der Lage, den Wucher zu verhindern“, meinte Verbandschef Gerd Billen. Der Chef des Bundestags-Verbraucherausschusses, Hans-Michael Goldmann (FDP) erwartet optimistischerweise „neues Vertrauen für die Finanzwelt“.

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