Banken halten Infos zu Provisionen zurück
Eine neue Untersuchung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (VZBV) ergab, dass zwei von drei Banken die Kunden nicht oder nur mangelhaft über ihre Provisionen informieren. Obwohl dieses gesetzlich vorgeschrieben ist, wird vor allem bei Geschäften mit Zertifikaten diese Auskunft verweigert.
Die Verbraucherschützer hatten zu einem Test aufgerufen. 280 private Anleger beteiligten sich daran und stellten ihr Kreditinstitut auf die Probe. Das Ergebnis war nicht gerade berauschend, ja mehr oder weniger erschreckend. In 172 Fällen antworteten die Banken zumindest schriftlich, aber mehr als die Hälfte der Schreiben erhielten nicht die gewünschten Zahlen. Die Ausreden waren auch in großem Maße gegeben: Es bestünde kein Anspruch auf Auskunft und wenn, dann nur gegen Gebühr. Außerdem sei der Arbeitsaufwand zu hoch und die Provisionen spielten sowieso keine Rolle.
Lediglich vier Kreditinstiute hielten sich an die vorgeschriebene Transparenz: Zweimal die Deutsche Bank, einmal die Hypo-Vereinsbank und die Sparkasse Hannover. Diese Institute gaben detailliert ihre Abschlussprovisionen sowie Bestandsprovisionen an, sozusagen in Mark und Pfennig, sprich Euro und Cent. Sie unterteilten sogar nach Wertpapier und Kalenderjahren.
Trotz dieses mageren Ergebnisses wies der Bankenverband die gemachten Vorwürfe zurück. In einer Stellungnahme hieß es, die Kreditinstitute hätten nichts zu verstecken. Außerdem würde der Kunde vor einer Entscheidung aufgeklärt. Dabei gäbe es nicht nur Produktinformationen schriftlicher Art, sondern auch im Gespräch!

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