WM 2010 – Das Fußball-Fieber wieder ausgebrochen
Endlich ist es soweit – was man aber auch bedenken sollte!
Nun ist sie endlich da, die Fußball-WM. Ein neues Sommermärchen kann beginnen. Den Auftakt haben unsere Jungs ja schon gebracht, mit 4:0 gegen Australien. Wieder sind all die tollen Begebenheiten von 200o6 wieder im Fokus. Die Fanmeilen sind bevölkert, die Fahnen und Schminkutensilien werden hervorgeholt. Die Autokorsos werden hoffentlich oft rollen können.
Da möchte ich einige Gedanken beisteuern, was auch bedacht werden sollte.
Erst mal geht es ja um das Anschauen der Spiele, nicht nur der Deutschen. Ein echter Fußballfan verfolgt ja das ganze Geschehen. Zu Hause ist das ja kein Problem, vor allem, wenn die ganze Familie mitzieht. Wie sieht es am Arbeitsplatz aus? Könnte man Sonderurlaub bekommen oder früher die Schicht beenden? Grundsätzlich gilt natürlich die arbeitsrechtliche Pflicht, sonst kann es leicht ein Eigentor geben. Letztendlich liegt es beim Arbeitgeber, ob er ein Auge zudrückt oder nicht. Beim bezahlten Urlaub sollten die Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt werden. Sollte allerdings der Wunsch nach Stückelung vorgetragen werden, je nachdem wie ein Spiel fällt, kann das abgelehnt werden. Das Bundesurlaubsgesetz sieht vor, dass ein Urlaubsteil pro Jahr wenigstens zwei Wochen umfassen muss. Möchte der Arbeitnehmer z.B. eine andere Schicht arbeiten, um ein Spiel nicht zu verpassen, sollte ein einsichtiger Chef es personell einplanen, wenn es dadurch nicht zu betrieblichen Engpässen kommt. Was natürlich nicht gut wäre, wenn ein Arbeitnehmer trotz Ablehnung fehlen würde, gar „krank“machen und trotz evtl. Attest beim Spiel gesichtet würde. Das könnte durchaus, wie es in einem Artikel ausgedrückt wurde, zum Anlass führen, dass er die rote Karte bekäme, sprich Abmahnung oder gar Kündigung.
Was Autokorso betrifft, sah ich eine Aufforderung der Polizei in meiner Lokalzeitung, bestimmte Regeln zu befolgen. Das gilt natürlich überall, wo begeisterte Fußballfans feiern. Es wird darauf hingewiesen, dass mit Recht trotz aller Freude die Straßenverkehrsordnung gilt. Die Verkehrsteilnehmer müssen sich so verhalten, das sie niemand schädigen oder gefährden. Lautes Hupen bis drei Uhr morgens gehört natürlich nicht dazu. Oft sind die Fans nicht angeschnallt, stehen in offenen Autos oder sitzen in der Tür. Schon bei 40 km/h drohen im Falle eines Unfalls schwere Verletzungen. Drogen und Alkohol am Steuer wird besonders von der Polizei beachtet, Schals und Fahnen dürfen die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigen. Sehr interessant war zu lesen, dass jeder im Übrigen für sich selbst haftet, unter Umständen steht bei Unfällen sogar der Versicherungsschutz auf dem Spiel. Die Polizei betont, dass sie kein Spielverderber sein wolle, aber bei Gefahr konsequent einschreite.
Dann sah ich noch einige Empfehlungen der Arag-Rechtsschutzversicherung, dass man in Mietshäusern die Hausordnung nicht außer acht lassen sollte. Also jubeln und feiern nicht nach 22 Uhr. Die Experten meinen aber, dass die Vermieter auch mal ein Auge zudrücken könnten. Das ist eine nachbarschaftliche Absprache doch wert?
Dann die Fahnen. Es ist schon toll, wie auch dieses Jahr wieder dadurch die Fußballbegeisterung zum Ausdruck gebracht wird. Aber was ich auch nicht bedacht habe bisher, laut Versicherungsexperten erhöht das Anbringen der Fahne im Autofenster-Spalt das Risiko eines Einbruchs, weil sich das Autofenster nicht mehr richtig schließen lässt. Es sei schon häufig vorgekommen, dass sich die Versicherungen dann weigern, den Schaden zu regulieren. Darum sollte man also, besonders nachts, falls das Auto draußen steht, die Fahnen abnehmen.
Vor der Auffahrt auf die Autobahn sollte man auch das Plastik-Fähnchen reinholen, da sie für diese Belastung nicht geeignet seien. Bricht die Fahne ab und sorgt für Schäden bei anderen Verkehrsteilnehmern, müsse der Fahrer haften.
Dann die Tröten! Viele Städte haben zumindest beim Public Viewing die lautstarken Vuvuzela-Tröten verboten. Außer Befürchtung von Gehörgefährdung für andere könne auch die Gefahr bestehen, dass man Notfallansagen nicht versteht. Wer trotzdem trötet, müsse mit einem Knöllchen von 35 Euro rechnen, so hörte ich zumindest von Köln.
Also, wenn es möglich ist, mal über die Empfehlungen nachzudenken und beherzigen.
Aber vor allem für uns alle eine so tolle Zeit wie 2006!!
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