Weniger Krankmeldungen der Arbeitnehmer

Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) veröffentlichte Daten, in denen alle Krankmeldungen der Mitglieder einfließen. Demnach ist der Krankenstand gesunken. Das Bundesministerium sprach von wieder mehr Krankschreibungen. Danach waren an bestimmten Stichtagen im ersten Quartal dieses Jahres 3,7 Prozent Arbeitnehmer krank, im vorigen Jahr 3,3 Prozent. Belegt ist immerhin, dass in den vergangenen Jahrzehnten die Ausfalltage wegen Krankheit zurückgegangen sind. 1991 fehlten Beschäftigte im Schnitt an elf Arbeitstagen, 2009 waren es nur noch 7,3 Tage.

Das hat viele Gründe: Immer mehr Menschen haben einen leichteren Job, etwa im Büro. Zudem verbesserten Betriebe ihre Gesundheitspolitik, wie Experten meinen. So weit, so gut, es ist aber auch so, dass viele Beschäftigte in diesen Krisenzeiten aus Angst vor Arbeitslosigkeit mitunter trotz Krankheit arbeiten. Dann wollen viele auch nicht ihren Teamkollegen mehr Arbeit aufbürden. Vernünftig ist das nicht. Wer öfter krank zur Arbeit geht, läuft Gefahr, später wirklich länger krank zu sein.


Nach Angaben des BKK fehlen Straßenreiniger, Maurer, Callcenter-Agenten, sowie Krankenpfleger und Helfer häufiger. Wenig dagegen Chemiker, Rechtsberater und Ingenieure. Am häufigsten fallen Beschäftigte wegen Muskel- und Skelettleiden, auch Rückenschmerzen, aus. Auf dem Vormarsch sind, das ist nicht verwunderlich, psychische Störungen. Diese machen inzwischen 10 Prozent der Krankschreibungen aus.

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